Montag, 18.01.2010 - 13.38 Uhr Zurück zur News-Übersicht

Eiszapfen an Dächern – schön aber gefährlich



So schön die weiße Pracht auch ist und unseren Städten und Dörfern ein ganz anderes Erscheinungsbild verleiht, hat diese auch ihre Tücken - Eiszapfen!



Langanhaltende Winter mit viel Schnee und Eis wie in diesem Jahr sind in unserer Region eher selten. Auf den ersten Blick sehen die bizarren Eisgebilde idyllisch aus, doch die Zapfenbildung hat gegebenenfalls unangenehme Folgen.
Die Entstehung von Eiszapfen und Eisschanzen setzt Tauwasser und Temperaturen unterhalb des Gefrierpunktes voraus. Dieses Tauwasser entsteht z. B. durch eine unzureichende Dämmung der Dachfläche, Einbauteile mit einer erhöhten Wärmeableitung oder auch witterungsbedingtes Abtauen. Da Dachrinnen und Dachüberständen diese „Wärmequelle“ fehlt, gefriert das Wasser in diesen Bereichen wieder – es bilden sich Eiszapfen. Je länger dieser Zustand anhält, desto mehr baut sich das Eis an der Dachtraufe auf und es kommt zur Eisschanzenbildung. Weiteres Tauwasser kann nun auch in die Ziegelüberdeckungen eintreten, und das Eis „wächst“ unter der Ziegeldeckung weiter. Feuchtigkeitsschäden am Gebäude sind eine mögliche Folge.

Mögliche Schäden durch Eisbildung:


1. Herabfallende Eiszapfen können Personen- und Sachschäden verursachen. Hausbesitzer sollten Ihren Verkehrssicherungspflichten hier unbedingt nachkommen.
2. Das hohe Gewicht durch Eisbildung kann zu Schäden an der Dachkonstruktion und den Dachentwässerungsbauteilen führen.
3. Bei verstärkt einsetzendem Tauwasser kann das Wasser durch entstandene Eispanzer an der Traufe nicht abgeleitet werden und staut in das Gebäude zurück. Insbesondere bei alten Dächern sind hier größere Feuchtigkeitsschäden zu befürchten.
4. Wärmeverbundsystemfassaden, Dämmschichten im Mauerwerk usw. können durch rückstauendes Wasser hinterlaufen werden.

Kein Versicherungsschutz für Folgeschäden am Gebäude!

Autor: BADE DÄCHER

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